Freitag, 24. April 2026

Die Hafenschwester, als wir an die Zukunft glaubten - Melanie Metzenthin

 


Die Hafenschwester 3

Klappentext:

Der Erste Weltkrieg ist zu Ende. Martha und Paul haben während der Infl ation 1923 alle Ersparnisse verloren und die finanzielle Lage ist prekär. Ihre Tochter Ella will unbedingt Ärztin werden, muss ihren Traum jedoch zunächst auf Eis legen und die Familie unterstützen. Sie tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter und beginnt eine Schwesternausbildung. Dann kommen die Nazis an die Macht. Ella fiebert dem Studium entgegen, doch die Einschreibung an der Universität wird ihr untersagt. Als die Familie in eine schreckliche Lage gerät, ruhen alle Hoffnungen auf dem jüngsten Sohn Fredi. Er macht bei der Mordkommission Hamburg Karriere. Und lässt sich auf einen gefährlichen Pakt mit der Gestapo ein …

Meinung:

Mit diesem Teil beschließt Melanie Metzenthin die Reihe um die Hafenschwester Martha und ihre Familie.

Es beginnt mir der Weimarer Republik, dann gewinnen die Nazis immer mehr an Macht und am Ende geht es ins Wirtschaftswunder.

Die Autorin versteht es, uns Menschen wie du und ich näher zu bringen und dabei die historischen Ereignisse und Fakten unterzubringen. Man sieht wie schnell man in Machenschaften hineingezogen werden kann ohne hinter der Ideologie zu stehen. Und auch, wie man sich selbst treu bleiben kann, wenn man genug Mut beweist.

Nach 3 Teilen hat man das Gefühl die Studts gehörten zum eigenen Freundeskreis und so ist es ein bisschen schade, dass es nun mit der Reihe aus ist. Aber wer Melanie Metzenthin kennt, weiß, daß verschiedene Figuren auch immer wieder in ihren anderen Büchern einen kleineren oder größeren Auftritt haben. Und so freue ich mich, mal wieder von Martha, Fredi, Matthias und und und zu lesen.

Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, die Protagonisten verhalten sich nachvollziehbar und die historischen Fakten sind wahnsinnig gut recherchiert.

Für dieses Buch und die komplette Reihe kann ich nur eine begeisterte Leseempfehlung aussprechen.

5 Sterne

ASIN: B096VKPTNN

ISBN-10: 3453292464

Verlag: Diana Verlag

erschienen August 2021

Montag, 20. April 2026

Puppenwald - Saskia Calden

 


Evelyn Holm 1

Klappentext:

Der Tod ist kein Puppenspiel – ein abgründiger Psychothriller von Bestsellerautorin Saskia Calden. "Sobald deine Puppe alles aufgegessen hat, darfst du mit ihr machen, was du willst, mein Liebling." Ein Ausflug in die Stadt wird der 16-jährigen Jessica zum Verhängnis. Ein Mann verschleppt sie in sein abgelegenes Haus im Wald, um seiner Tochter den sehnlichsten Wunsch zu erfüllen: eine lebende Puppe. Wie ein Spielzeug behandelt das kleine Mädchen sie – kindlich und grausam zugleich. Weigert sich Jessica, das zu tun, was das Mädchen verlangt, wird sie von dessen Vater bestraft. Seine wahren Absichten durchschaut sie nicht, bis er sie in seinen Keller bringt ... Kommissarin Evelyn Holm, die den Fall übernimmt, ahnt, dass hinter der Entführung weit mehr steckt, als ihre Kollegen vermuten. Sie beginnt zu ermitteln und stößt auf eine Spur, die zu einer folgenschweren Gewissheit führt.

Meinung:

Da man überall von der Reihe um die Ermitllerin Evely Holm liest und die Bücher überwiegend Begeisterung hervorrufen habe ich nun auch den ersten Teil gelesen. Und ich muss sagen, es hat mich gut unterhalten.

Oft tue ich  mir mit so gehypten Büchern schwer aber das hier ist ein solider Thriller, der für mich, ein paar sehr überraschende Wendungen bereit hielt. Die Autorin bringt die düstere Stimmung sehr gut rüber und teilweise bekam ich bei manchen Szenen direkt Beklemmungen, im positiven Sinne, dafür lese ich ja einen Thriller ;-)

Wer also Spannung, unerwartete Wendungen und Charaktere jenseits von 08/15 sucht ist hiermit gut beraten. Ich werde die nächsten Bände bestimmt auch lesen.

Ulrika Kapfer liest das Buch sehr gut vor, hat eine angenehme Stimme und gibt den verschiedenen Charakteren unterschiedlich Stimmlagen.

4 Sterne

ASIN Hörbuch: B0D9BRBL65

ASIN ebook: B0C3JM4QHF

ISBN-10: 2496714807

Verlag Buch: Editon M

Verlag Hörbuch: Amazon

erschienen: Februar 2024

Freitag, 17. April 2026

Glennkill - Leonie Swann

 


Klappentext:

Leblos liegt der Schäfer George Glenn im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Seine Schafe sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George seinen Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Unerbittlich folgen sie der Spur des Täters und kommen den Geheimnissen der Menschenwelt dabei nach und nach auf die Schliche – bis es ihnen schließlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären.

Meinung:

Dieses Buch habe ich schon länger hier, und nachdem jetzt dann der Film in die Kinos kommt wollte ich es vorher lesen.

Den Hype um das Buch kann ich nicht ganz nachvollziehen. Okay, stellenweise ist es lustig wie die Schafe ermitteln. Aber die seitenlangen gedanklichen Ergüsse der Schafe waren mir zu langweilig, langatmig und abstrakt.

Oft passiert ewig gar nix, so richtig Spannung und Neugier wollte bei mir nicht aufkommen.

Ich kann mir aber vorstellen, das es verfilmt besser funktioniert.

Fürs Buch konnte ich mich aber nicht begeistern und werde auch die Folgebände nicht mehr lesen.

3 Sterne

ASIN: B0GHPLMWT9

ISBN-10: 3570400840

Verlag Taschenbuch: cbj

Verlag ebook: Dumont

erschienen: April 2012

Mittwoch, 15. April 2026

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104 - Susanne Abel


 

Klappentext:

Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führt

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrscht. Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn schon im Heim zu beschützen versucht. Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschließen, sich nie wieder loszulassen. Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend ...


Meinung:

Susanne Abel erzählt uns hier eine fiktive Geschichte, die aber so oder so ähnlich in den Nachkriegsjahren statt gefunden haben könnte. Eine Geschichte so traurig, so hoffnungsvoll und so berührend.

Es hat mich zum Teil schwer erschüttert wie bis in die 70er Jahre mit Heimkindern in Deutschland umgegangen wurde. Und das zumeist in kirchlichen Einrichtungen unter Vorgabe von Nächstenliebe und Christlichkeit. Züchtigungen, Missbrauch und Misshandlungen standen an der Tagesordnung immer unter dem Vorwand die Kinder zu guten Menschen erziehen zu wollen.

Einige von ihnen trugen Traumata davon, von denen auch noch die Generationen danach betroffen waren. Wie hier in dem Buch, wo Margret nicht vertrauen kann, nicht wirklich lieben, weil sie das selbst nie gelernt hat. Missverständnisse und Unwissenheit der Kinder und Enkel, über das was die Eltern alles durchgemacht haben, entzweien die Familie. Und auch das Leben der Kinder und Kindeskinder bricht dadurch auseinander. Einmal mehr wird klar, daß frühere Generationen Dinge erleben mussten , die wir uns heute nicht mehr vorstellen könnne und daß wir daher oft unsere Eltern und Großeltern missverstehen. Eine Aussprache wäre oft gut, doch das kann diese Kriegsgeneration einfach nicht.

Vera Teltz versteht ihren Beruf wie kaum eine anderen Hörbuchsprecherin. Sie hat das Buch grandios vorgetragen.

Das Buch wird mich noch lange beschäftigen und nachhallen. Große Leseempfehlung von mir, dabei aber bitte unbedingt die Triggerwarnung zu Anfang beachten.

Danke für das Rezensionsexemplar.

5 Sterne

ASIN Hörbuch:B0FFBBQVPV

ISBN-10: 3423283920

Verlag: dtv

Verlag Hörbuch: Hörbuch Hamburg



Dienstag, 7. April 2026

Highland Happiness, Die Sternwarte von Kirkby - Charlotte McGregor

 


Highland Happiness 7

Klappentext:

Windkraft-Ingenieur Leo Spencer kommt nach Kirkby, um die kleine Highland-Gemeinde von nachhaltiger Energiegewinnung zu überzeugen. Doch der Widerstand gewisser einflussreicher Dorfbewohner trifft ihn hart. Genau wie die Begegnung mit Flora Douglas – eine Frau, die er nach einer kurzen Begegnung vor sieben Jahren nie vergessen konnte.

Flora kann kaum glauben, dass Leo plötzlich vor ihr steht. Damals, nach einer magischen Nacht voller tiefer Gespräche in Edinburgh, war er spurlos verschwunden. Jetzt behauptet er, sein Handy sei ins Meer gefallen. Soll sie ihm glauben? Und was bedeutet dieses unerwartete Wiedersehen?

Als Flora auf einem verwilderten Hügel ein vergessenes viktorianisches Observatorium entdeckt, könnte dies nicht nur die Antwort auf Kirkbys Energiezukunft sein, sondern auch der Ort, an dem zwei verlorene Seelen eine neue Chance bekommen.

Meinung:

Ein weiteres Mal lädt uns Charlotte McGregor nach Kirkby ein. In das kleine Dorf in den Highlands, das nach dem 11.Band (Highland Hope und Highland Happiness) schon sowas wie Heimat ist. Die liebenswürdigen Bewohner sind mir ans Herz gewachsen und so freut es  mich, dass es diesmal um Flora geht. Sie hat ihren Handarbeitsladen am Marktplatz, einen Zwillingsburder mit Schaffarm und viele Freunde im Dorf.

Als dann Leo plötzlich vor ihr steht, den sie vor 7 Jahren kennengelernt hat scheint auch endlich das Glück bei ihr anzukommen. Doch Leo hat so einiges an Problemen im Gepäck...

Nebenbei geht es um die Energiewende und eine neu entdeckte alte Sternwarte. Doch ob all das dazu beträgt, das es mit Flora und Leo klappt?

Der Schreibstil der Autorin ist einfach toll. Das Buch lässt sich flüssig lesen, die Protagonisten agieren lebensecht und man fühlt sich einfach rundum wohl in Kirkby. 

Danke für das Rezensionsexemplar.

4 Sterne

ASIN:  B0G5NKV1WT

ISBN-10: 3910843298

Verlag: Autorinnen-WG

erschienen März 2026


Montag, 6. April 2026

Pfauensommer - Hannah Richell

 


Klappentext:

Das verschlossene Zimmer im verstaubten Westflügel von Cloudesley Manor scheint vergessen. Nur die 86-jährige Lillian weiß, was dort geschah. Nur sie weiß um die dramatischen Ereignisse jenes verhängnisvollen Sommers, die ihr Leben unwiderruflich veränderten.

Sechzig Jahre später kommt Lillians Enkelin Maggie nach Cloudesley und die Mauer des Schweigens beginnt zu bröckeln. Maggie, deren Herz sich nach Heilung sehnt, taucht in die düsteren Geheimnisse des Landguts ein. Wird sie die Geschichte ihrer Familie entwirren, bevor sie alles, was ihr viel bedeutet, verliert?


Zusammenfassung und Meinung:


1955: Lillian wähnt sich im größten Glück als der reiche Charles Oberon um ihre Hand anhält. Aber schon bald offenbart sich sein wahrer grausamer Charakter. Als er für einen Sommer den angesagten Künstler Jack Fincher in Herrenhaus nach Cloud Green holt entspinnt sich eine glühende Liebesbeziehung zwischen ihm und Lillian. Lillian muss sich entscheiden zwischen ihrem geliebten Stiefsohn Albin und ihrer kranken Schwester Helena oder Jack.

Gegenwart: nach Lillians Zusammenbruch kehrt Maggie ins Dorf zurück um sich um ihre Großmutter zu kümmern. Sie hat Cloud Green ein Jahr zuvor verlassen, nachdem sie einen Skandal ausgelöst hat. Es stellt sich heraus, dass Lillian pleite ist und das Herrenhaus baufällig. Maggie sucht nach einer Lösung das Haus zu erhalten, denn sie spürt das es für ihre Gran eine große Bedeutung  hat. Nach und nach findet sie heraus wie sehr Lillian an dem Haus seit 1955 hängt und warum.

Hannah Richell hat einen wunderschönen, bildhaften Schreibstil in dem man schwelgen kann. Die Geschichte ist sehr berührend und Lillian ist mir sehr sympathisch. Maggies Entscheidungen konnte ich nicht immer nachvollziehen aber ich habe ihr trotzdem gewünscht, dass sich auch für sie alles zum Guten wenden wird.

Ein schönes Buch für alle die Familiengeheimnisse mögen.

4 Sterne


ASIN: B07K24K31N

ISBN-10: 3453361075

Verlag: Diana Verlag

erschienen März 2019

Samstag, 4. April 2026

Novemberasche - Anja Jonuleit

 


Klappentext:

November in Friedrichshafen: Auf dem Friedhof wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Er wurde betäubt und erstickt. Zur gleichen Zeit erhält die Malerin Marie Glücklich eine furchtbare Nachricht: Erik, der Mann ihrer besten Freundin, ist bei einem Fallschirmsprung ums Leben gekommen. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden rätselhaften Todesfällen? Marie Glücklich und Kommissar Andreas Sommerkorn ermitteln.

Meinung:

Von Anja Jonuleit habe ich schon einige Bücher mit Begeisterung gelesen. Da dachte ich mir: oh ein Krimi von ihr, der ist bestimmt toll.

Leider ist das nur ein x-beliebiger Krimi. Solide, aber nichts was mich vom Hocker gehauen hätte.

Die Handlung plätschert oft nur so vor sich hin und die mangelnde Kommunikation zwischen den Protas fand ich oft eher unrealistisch. Es dient einzig dazu die Handlung rauszuzögern und dem Versuch Spannung zu erzeugen.

Man kann das Buch lesen muss es aber nicht und ich fürchte, wenn das das erste Buch der Autorin ist das man liest, dass man den anderen Bücher dann keine Chance mehr gibt. Was echt schade wäre, denn die sind richtig gut.

Vielleicht sollte ich zu denen auch mal eine Rezi schreiben.

2,5 Sterne

ISBN-10: 3423217030

Verlag: dtv

erschienen November 2017